Wie wir berichteten, hat sich kürzlich eine Gruppe aus Feuchtwanger und Dinkelsbühler Bahnbefürwortern gebildet, die das Projekt „Reaktivierung der Bahnlinie Dombühl – Nördlingen gemeinsam vorantreiben will. Das erste Treffen fand am 12. April in der Feuchtwanger Walkmühle statt.

Vergangenen Mittwoch traf sich die Formierung erneut in Dinkelsbühl, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Neben den Bahnfreunden nahm auch Michael Frank vom Büro Seeger an dem Treffen teil. Herr Frank informierte die Runde über den derzeitigen Stand der Dinge und erläuterte, dass eine Reaktivierung der Schiene zwischen Dombühl und Wilburgstetten für den Personenverkehr bei einem positiven Entscheid bereits ab dem Jahr 2021 möglich wäre. Entsprechende Sanierungsmaßnahmen könnten demnach bereits im Jahr 2019 in Angriff genommen werden. Eine Weiterführung der Strecke nach Nördlingen könne dann zwei, drei Jahre später ins Auge gefasst werden, wenn sich die Fahrgastzahlen bis dahin positiv entwickeln.

Zudem müssten, so führt Michael Frank weiter aus, bei einer Reaktivierung des Schienenverkehrs nicht unbedingt die bisher bestehenden Haltepunkte genutzt werden. Vielmehr bestehe die Möglichkeit, diese unter Zugrundelegung städteplanerischer Aspekte entsprechend zu verlegen. Hier müsse man bei einem Votum für die Bahnreaktivierung den engen Schulterschluss mit den betroffenen Kommunen suchen und gemeinsam die für alle Seiten besten geeignetsten Maßnahme eruieren und umsetzen. Die Entscheidung, ob die Bahnstrecke zwischen Dombühl und Wilburgstetten reaktiviert wird, soll am 28. Juni 2018 fallen…

Nach den Erläuterungen von Michael Frank schloss sich eine Diskussion über das weitere Vorgehen an. Dabei wurde beschlossen, die Gründe, welche für eine Bahnreaktivierung sprechen, in einem Schreiben an die zuständige Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Frau Ilse Aigner, noch einmal ausführlich darzulegen. Dieses Schreiben soll von allen Mitstreitern unterschrieben werden und im Laufe der 21. Kalenderwoche versandt werden.

Alles in allem war die Stimmung bei dem Treffen ausgesprochen gut und zuversichtlich! Weitere Begegnungen sollen stattfinden, um das Projekt „Bahnreaktivierung“ auch zukünftig gemeinsam zu begleiten.

Sollte die Aussage von Feuchtwangens 1. Bürgermeister Patrick Ruh in der heutigen Ausgabe der FLZ, die Bahnreaktivierung könne ohne Feuchtwangen und Schopfloch nicht gehen, zur Verwirrung geführt haben, so liegen uns Informationen vor, wonach Herr Staatssekretär Zellmeier heute in einem Telefonat mit Herrn Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer erklärt habe, diese Aussage so nicht getroffen zu haben. Vielmehr habe er geäußert, dass bei einer Bestellgarantie die Interessen der Stadt Feuchtwangen und der Marktgemeinde Schopfloch berücksichtigt werden, beispielsweise durch eine Optimierung des Busverkehrs.

Forum Zukunft Dinkelsbühl hat sich seit seinem Bestehen für die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Dombühl und Nördlingen für die Personenbeförderung eingesetzt. Aus diesem Grund waren wir für das Angebot dankbar, mit den Feuchtwanger Bahnbefürwortern gemeinsam für dieses Projekt einzustehen. Es zeigt sich, dass man gemeinsam für unsere Region mehr erreichen kann. Das ist auch die Maxime unseres Vereins: Gemeinsam zukunftsorientierte Maßnahmen positiv begleiten, befördern und unterstützen! Daher danken wir unseren Feuchtwanger Freunden ausdrücklich für die gute, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit!