Wie aus der Presse zu entnehmen war, fand am 04. Mai in Feuchtwangen eine Veranstaltung der Bahnkritiker um Herrn Schöbel und Herrn Kränzlein statt. An dieser relativ gut besuchten Informationsveranstaltung, bei welcher die Bahngegner deutlich in der Überzahl waren, nahmen auf Wunsch der Feuchtwanger Bahnbefürworter auch Vertreter des Vereins Forum Zukunft Dinkelsbühl teil. Nach einem Sachvortrag durch Herrn Schöbel, welcher sich im Wesentlichen an eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2015 orientierte, schloss sich eine in Teilen hitzige Debatte an. Generell wurde von den Bahnkritikern Sinn und Zweck der Schienenreaktivierung in Frage gestellt. Daneben wurden erneut die Kosten dieser Maßnahme als Argument gegen die Bahnreaktivierung ins Feld geführt. Feuchtwangens 1. Bürgermeister Patrick Ruh machte hierbei deutlich, dass die Stadt Feuchtwangen bei einer Wiederbelebung der Bahnstrecke den größten kommunalen Anteil tragen müsse, was zutrifft. Er forderte von den übrigen Gemeinden dahin gehend mehr Solidarität.

Dr. Marko Hedler, Mark Batscheider und Michael Sommer, 1. Bürgermeister der Gemeinde Wilburgstetten, konnten im Laufe des Abends alle wesentlichen Belege, welche vermeintlich gegen eine Belebung des Schienenverkehrs sprechen sollten, ruhig und sachlich widerlegen.

Ein besonderes Anliegen des Schopflocher Bürgermeisters Oswald Czech ist hingegen die Busanbindung der einzelnen Orte und Ortsteile an die jeweiligen Bahnhaltepunkte. Eine für alle Seiten akzeptable Lösung sei, so Czech in seinen Ausführungen, in den letzten sechs Jahren trotz wiederkehrender Gespräche auf Landkreisebene nicht zustande gekommen. Auch hier stellte Michael Sommer heraus, dass eine Bahnreaktivierung nur unter dem Aspekt einer deutlich verbesserten Busanbindung Sinn mache und dies auch so geplant sei. Allerdings könne man mit einer Detailplanung erst beginnen, wenn die Bahnreaktivierung definitiv realisiert werde.

Der Vorsitzende des Forums, Andreas Schirrle, machte deutlich, dass sich bereits eine Gruppe bestehend aus Feuchtwanger und Dinkelsbühler Bahnbefürwortern gebildet habe und dass man bei diesem Thema ebenso wie bei anderen künftig anstehenden Themen zusammenarbeiten müsse. Er appellierte an die Anwesenden, diesen Aspekt nicht außer Acht zu lassen, da die beiden Nachbarstädte regionale Herausforderungen nur meistern könnten, wenn sie miteinander und nicht gegeneinander agieren. Dies blieb am Ende versöhnlicher Konsens, auch wenn die Bahnkritiker nach wie vor nicht von den Vorteilen einer Bahnreaktivierung überzeugt werden konnten.

Das Forum Zukunft Dinkelsbühl befürwortet eine Reaktivierung der Bahnstrecke Dombühl – Feuchtwangen – Dinkelsbühl – Wilburgstetten unter Weiterführung nach Nördlingen. Unserer Ansicht nach wäre der Personenverkehr auf der Schiene ein zusätzliches Angebot für unsere Region, welches mehr Flexibilität in der Mobilität bietet, aber auch bei den weichen Standortfaktoren von Vorteil wäre. Studenten könnten die neu entstehende Feuchtwanger Außenstelle der Hochschule Ansbach ebenso leichter erreichen, als Landesfinanzschüler und Touristen Dinkelsbühl. Die Bahnreaktivierung birgt eine Chance für die gesamte Region Südwestmittelfranken. Dafür einzustehen ist eine Herzensangelegenheit der Feuchtwanger und Dinkelsbühler Bahnbefürworter. Dem ist nichts hinzuzufügen und es lohnt sich, dieses Vorhaben tatkräftig zu unterstützen!